GS Berghaupten

SchulKinoWoche Baden-Württemberg  vom 04. - 08. März 2013

Eine Woche lang haben Schulklassen aller Jahrgangsstufen die Gelegenheit, den Unterricht in den Kinosaal zu verlegen. Das ausgesuchte Filmprogramm mit aktuellen Produktionen, Dokumentarfilmen, Animationen und Filmklassikern bietet viel Stoff zur filmischen Auseinandersetzung und Förderung von Filmkompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Das Angebot wird ergänzt durch Lehrerfortbildungen und zahlreiche Sonderveranstaltungen.

Die SchulKinoWoche Baden-Württemberg ist ein Projekt von VISION KINO und dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg, den Stadt- und Kreismedienzentren in Baden-Württemberg, dem Kinomobil Baden-Württemberg e.V., der Stiftung MedienKompetenzForum Südwest, der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), der Landesanstalt für Kommunikation, dem Landesverband Kommunale Kinos und der Bundeszentrale für Politische Bildung.

 

Klasse 1 und 2 : "Räuber Hotzenplotz" von Gernot Roll

Inhalt
Der Räuber Hotzenplotz entwendet frei nach dem Motto „Ich raube mir, was mir gefällt“ der Großmutter von Kasperl und Seppel eine Kaffeemühle. Da der Wachtmeister Dimpfelmoser auf der Suche nach dem gefährlichen Räuber den weiblichen Reizen der Wahrsagerin Schlotterbeck erliegt, begeben sich die beiden Jungen selbst auf die Suche nach der Räuberhöhle. Der Film lässt Kasperl und Seppel mehrere Abenteuer auf einmal bestehen, bei denen ihnen ein launischer böser Zauberer, eine verzauberte gute Fee und ein Krokodil-Hund begegnen.

Form
Die artifiziell gestaltete und zeitlos dargestellte Welt des Films „Der Räuber Hotzenplotz“ enthält alle beliebten Elemente des klassischen Märchens. Dabei werden Jung und Alt durch Zauber, Verkleidungsspiel, kindlichen Sprachwitz, eine gelungene Dramaturgie und das gewitzte Schauspiel der jungen Darsteller unterhalten.  Die klassische, chronologische Erzählweise wird durch digitale Trick-Inserts ausgeschmückt, wobei Bild- und Sprachwitz eine Einheit bilden und von einer fröhlichen lautmalerischen Tonspur unterstrichen werden.

 

Klasse 3: Das grüne Wunder - Unser Wald

Der Naturfilmer Jan Haft erforscht den Wald als Lebensraum. Wie in einer Großstadt spielt sich in diesem Mikrokosmos das Leben auf mehreren Etagen ab: in den dunklen Höhlen unter der Erde, auf der Erdoberfläche, an den Baumstämmen und in den Baumkronen. Neben vertrauten Arten wie Füchsen, Rehen, Wildschweinen oder Störchen finden auch skurrile, kleine Waldbewohner Beachtung, die man leicht übersehen kann: Moose, Pilze, Waldblüten, Hirschkäfer, Falter oder rote Knotenameisen. Das Leben der Waldbewohner folgt einem ganz eigenen Rhythmus und ihre kleinen "Dramen" sind denen der Menschen sehr ähnlich. Es geht um Rivalität, Paarung, Besitz und Raub.

Der Dokumentarfilm Das grüne Wunder – Unser Wald entstand in sechs Drehjahren an 70 verschiedenen Orten in Deutschland, Österreich und Dänemark. Der mit modernster Technik realisierte Film fasziniert mit spektakulären, poetischen und atemraubend schönen Bildern. Unter Einsatz von Zeitlupen, Zeitraffern,Makroaufnahmen undbewegter Kamera werden erstaunliche organische Prozesse sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben: Sehr eindrucksvoll öffnen sich zum Beispiel Tannenzapfen oder Blütenknospen in nur wenigen Sekunden. Ein gesprochener Begleittext vermittelt lebendig wertvolle Informationen über das komplizierte Zusammenspiel der Waldbewohner. Einige dramatische Szenen wurden durchaus spannungsreich inszeniert, etwas störend wirkt hingegen der dick aufgetragene, emotionalisierendeSoundtrack.

Mit seinen imposanten Bildern sensibilisiert Das grüne Wunder – Unser Wald für die Schönheit, Vielfalt und Unentbehrlichkeit der Lebewesen des Waldes, den viele Kinder auch als unheimlichen Schauplatz zahlreicher Märchen kennen. Da die Ausführungen zu den einzelnen Arten im Film recht knapp ausfallen, empfiehlt es sich, sie im Unterricht genauer unter die Lupe zu nehmen, zum Beispiel mittels Einzel- oder Gruppenreferaten. Mit einer Exkursion in ein Waldgebiet könnte das theoretische Wissen anschließend praxisnah vertieft werden. Einen wichtigen Diskussionsanstoß liefert der historische Exkurs im Film über vergangene Zeiten, in denen weit mehr Großtiere den Wald bevölkerten, bevor der Mensch sie ausrottete: In diesem Zusammenhang kann beispielsweise erörtert werden, warum es erstrebenswert ist, einen solchen Naturzustand wieder herzustellen und unter welchen Voraussetzungen das gelingen könnte.

 

Klasse 4: "Kinder des Himmels"

Iran 1997, Regie: Majid Majidi, 88 Minuten,
empfohlen ab 8 Jahre, FSK: o. A., Verleih: Kinowelt

Inhalt
Ali verliert beim Einkaufen die Schuhe seiner Schwester Zahra. Das ist besonders schlimm, weil ihre Familie arm ist und jedes der Kinder nur ein paar Schuhe besitzt. Die Geschwister verheimlichen den Eltern den Verlust und teilen sich von nun an Alis Turnschuhe. Da Zahra vormittags und Ali nachmittags Unterricht hat, geht ihr Plan zunächst auf. Sie rennen abwechselnd durch die engen Gassen der Altstadt von Teheran. Doch bald zeigt sich, dass es nur eine vorläufige Lösung ist: Zahra sind die Schuhe zu groß und Ali kommt zu spät zum Unterricht. So hofft Ali auf den Schüler-Laufwettbewerb, bei dem als dritter Preis ein paar neue Turnschuhe winken ...

 

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